Draw It Out® Pferdepflege-News
Pferdetritte: Verhalten, Sicherheit und erste Untersuchungen
Ein Pferdetritt kann durch Verhalten, Angst, Schmerzen, Enge, unsachgemäße Handhabung oder Pech entstehen. Die erste Aufgabe ist die Sicherheit. Die zweite ist zu verstehen, was passiert ist.
Pferdetritte sind ernst, weil sie schnell passieren und mit viel Kraft verbunden sind.
Der Fehler besteht darin, den Tritt zu erklären, bevor die Situation sicher ist. Vielleicht war das Pferd in die Enge getrieben. Vielleicht ist ein anderes Pferd zu nah herangekommen. Vielleicht haben Schmerzen, Angst, Futterdruck, Herrendynamik, Überraschung oder unsachgemäße Handhabung eine Rolle gespielt. Nichts davon zählt, bis Menschen und Pferde außer Gefahr sind.
Stallregel
Sicherheit zuerst. Erklärung zweitens. Trainingsentscheidungen zuletzt.
Den Bereich sichern
-
Menschen aus der Trittzone bringen. Hinter einem angespannten Pferd stehen oder es in die Enge treiben.
-
Pferde bei Bedarf trennen. Enge und Herrendruck können wiederholte Probleme verursachen.
-
Tore sichern und lose Tiere einpferchen. Ein zweiter Vorfall ist oft schlimmer als der erste.
-
Das getretene Pferd oder die getretene Person untersuchen. Ruhig und sicher vorgehen.
-
Im Stall beruhigen. Panik, Schreien und Bestrafung können die Situation verschlimmern.
Warum Pferde treten
Raumdruck: ein anderes Pferd, eine Person, ein Hund oder ein Gegenstand kam zu nah.
Angst oder Überraschung: plötzliche Berührung, Geräusche oder Bewegungen hinter dem Pferd.
Schmerz oder Empfindlichkeit: eine Berührung an einer schmerzenden Stelle kann eine Abwehrreaktion auslösen.
Herden- oder Futterdynamik: Futter, Tore, Auslauf, Transportanhänger und enge Bereiche erhöhen den Druck.
Was danach zu untersuchen ist
Wenn ein Pferd getreten oder getroffen wurde, auf Schwellungen, Hitze, Empfindlichkeit, Bewegungsänderungen, Hautabdrücke und Verhaltensänderungen achten. Wenn eine Person getreten wurde, bei starken Schmerzen, Kopfverletzungen, Bewegungseinschränkungen, Atemproblemen oder Unsicherheit ärztliche Hilfe holen.
Topische Produkte nicht auf offene Haut oder bei schweren Verletzungen anwenden. Routinemäßige Pflege gehört nur dort hin, wo Haut und Situation dafür geeignet sind.
Wo Draw It Out® passt
Draw It Out®-Produkte können die routinemäßige Körperpflege unterstützen, nachdem das Pferd untersucht wurde und die Haut für die Anwendung der Produkte geeignet ist. Sie ersetzen keine medizinische, tierärztliche oder trainerische Beratung, wenn die Situation ernst oder unklar ist.
Den nächsten Vorfall verhindern
- Pferde an Toren, Futterautomaten, Transportanhängern oder Waschgassen nicht in die Enge treiben.
- Menschen sichere Zonen und Körpersprache beibringen.
- Pferden genug Platz zum Bewegen geben, ohne sie einzusperren.
- Auf Schmerzen achten, wenn das Treten plötzlich oder bei der Handhabung auftritt.
- Bei wiederholtem gefährlichem Verhalten professionelle Trainingshilfe holen.
Fazit
Ein Pferdetritt ist nichts, worüber man lacht oder das man einfach wegredet. Sorgen Sie für Sicherheit, klären Sie, was passiert ist, respektieren Sie die Warnung und beseitigen Sie die Bedingungen, die den Tritt wahrscheinlicher gemacht haben.